Von Pfullingen auf Schönberg und Wackerstein

Was dich erwartet:

Von Pfullingen geht der Aufstieg über einen bewaldeten Nordhang auf die so genannte Wanne, eine große freie Hochwiese, im Frühjahr mit zauberhafter Blumenpracht. An deren Ende noch ein kleiner Aufstieg auf den Schönberg mit seinem wunderschönen, feinen Aussichtsturm im Jugendstil mit herrlichem 360°-Panorama! Dann geht es eben und genussreich über den Schönberg mit weiten Ausblicken nach Westen bis zu den Schwarzwaldhöhen. Vom Schönberg ein kurzer Abstieg zum Hinteren Sättele und noch einmal ein kleiner Aufstieg, alles durch den Wald, auf den Wackerstein, ein weiterer schöner Aussichtspunkt. Von hier zunächst ein etwas steiler, dann aber ein sehr gemächlicher, angenehmer Abstieg, teils über Wiesen, teils durch Wald, zurück zum Parkplatz.

 

Beschreibung der Wanderung:

Wanderstrecke

Gehzeit

Gehzeit  aufgelaufen

Markierung

Ab Jakob-Albrecht-Haus

0:00

0:00

 

bis Aussichtsturm Schönberg

0:40

0:40

 HW 5

bis markierter Weg

0:20

1:00

keine

bis Hinteres Sättele

0:06

1:05

 HW 5

bis Waldende vor der Won

0:15

1:20

bis Wackerstein

0:15

1:35

 HW 5

bis Hinteres Sättele

0:11

1:55

 HW 5

bis Hütte auf der Wanne

0:16

2:10

bis Wackersteinstraße

0:20

2:30

bis Parkplatz

0:10

2:40

keine

 

Wir folgen noch kurz bergaufwärts der asphaltierten Straße und gehen dann nach rechts weg auf den Wanderweg, markiert „Schönberg“ mit Balken rot HW 5, der über die Wiese zum Wald führt. Nun geht es auf gutem Weg durch den Wald aufwärts. Nach etwa 20 Minuten treten wir auf die Wiese der Wanne, die wir nun überqueren in Richtung des vor uns sichtbaren Schönberg-Turmes. Wir erreichen den Parkplatz Wanne, an dessen Ende steigt der Wanderweg wieder an und führt uns erneut durch Wald auf die Höhe des Schönberges, die wir direkt beim Aussichtsturm erreichen.

Der Aussichtsturm ist von einer ungewöhnlichen, zarten  Schönheit. 1905/06 im Jugendstil erbaut von Theodor Fischer (auch Pfullinger Hallen) mit finanzieller Unterstützung des Pfullinger Mäzens Louis Laiblin. Es soll der erste Eisenbetonturm der Welt gewesen sein. Ob die manchmal verwendete Bezeichnung „gefrorene Unterhose“ dem Bauwerk in seiner Schönheit und Bedeutung gerecht wird, mag jeder für sich entscheiden. Die beiden Türme dienen dem getrennten Auf- und Abstieg. Oben erwartet uns eine geräumige Aussichtsebene. Schön sind die Ausblicke, weil jeder neue Blick wie ein neues, durch die Turmkonstruktion gerahmtes, Bild erscheint! Schöner Tiefblick nach Nord auf Pfullingen und Reutlingen, den Georgenberg und die Achalm. Dazwischen geht der Blick weit in den Stuttgarter Raum. Nach Westen sehen wir die Berge um den Roßberg, in der Ferne die Schwarzwaldhöhen. Nach Osten geht der Blick ins Echaztal, über dessen bewaldete Hänge zum Mädlesfels und über die vielen Höhenzüge bis zur Teck. Bei klarem Wetter sind im Süden die Alpen zu sehen. Der Aussichtsturm ist normalerweise immer zugänglich. Der Kiosk im Unterteil wird an Sonn- und Feiertagen bedient, was aus der Ferne durch eine ausgehängte Albvereinsfahne zu erkennen ist. Beim Turm befinden sich Sitzbänke und Tische unter schattigen Bäumen, Grillstellen und eine Schutzhütte.

Wir können nun dem vom Schwäbischen Alverein markierten Weg folgen, bei Austritt aus dem Turm nach links zur Schutzhütte (Echaztal – die große Runde). Oder wir gehen nach rechts, dem Berghang folgend zur Westseite mit sehr schönen Ausblicken. Wir folgen hier der Hangkante bis zur Südspitze des Schönberges mit einer Aussicht auf den Roßberg. Jetzt noch etwa 50 m nach links weiter, dann führt der Weg nach rechts in den Wald. Bald erreichen wir einige Felsenstufen, über die wir wieder den markierten Wanderweg erreichen, der uns zum Hinteren Sättele hinunterführt.

An der Spinne der Wegkreuzungen folgen wir nicht dem direkten Anstieg, rechts auf den Wackerstein. Um den gleichen Weg nicht zweimal gehen zu müssen, gehen wir zunächst links, Wegweisung Won, Dreieck blau. Beim Austritt aus dem Wald, vor der großen Wiese der Won, gehen wir im spitzen Winkel zurück, nun wieder Balken rot. Über den schmalen Grat, der als einzige Verbindung den Schönberg mit der Alb verbindet, durch den so genannten Felsendurchbruch, dann weiter hoch bis zur Hütte mit Feuerstelle beim Wackerstein, den wir von hier aus in wenigen Schritten erreichen.

Wieder zurück vom Wackerstein wählen wir den linken der beiden links von der Hütte abgehenden Wege und steigen wieder zum Hinteren Sättele hinab. Hier geht es jetzt geradeaus weiter, dann auf dem mittleren der drei sich verzweigenden Wege, jetzt Dreieck blau! Zunächst durch den Wald, dann über den Wiesenhang bis zu einer gemauerten Hütte am westlichen Ende der Wanne. Rechts von der Hütte noch etwa 50 m am Waldrand entlang, dann nach links in den Wald und durch das Maustäle in einem gemächlichen Abstieg hinunter zur Pfullinger Siedlung Ahlsberg, die wir in der Wackersteinstraße erreichen. Dieser nach rechts folgen, nach etwa 10 Minuten sind wir wieder am Parkplatz.

© Bild und Text Volkmar Kleinfeldt
© Idee und Karte Ronja Böhringer & Patricia Böhringer

Kurz-Info:

Wanderkarte 1:50 000 L 7520 Reutlingen
Wanderkarte 1:35 000 Blatt 19 Reutlingen/Bad Urach
Reine Gehzeit 3 Stunden
Wegstrecke 9 km
Höhenunterschied 430 m
Einkehrmöglichkeiten:

Zeitweise Kiosk im Aussichtsturm auf dem Schönberg
Feuerstellen auf dem Schönberg und beim Wackerstein

 

Wie du hin kommst:

Mit dem PKW fahren wir von Reutlingen kommend durch den Ort Pfullingen. Beim Ortsende Richtung Lichtenstein überquert die alte eiserne Eisenbahnbrücke (heute Fahrradweg) die Straße. Kurz vor dieser Brücke geht rechts eine Nebenstraße ab, Wegweisung „Jakob-Albrecht-Haus“, „Reitanlage“ und anderes. Auf dieser Straße fahren wir hoch bis zum Jakob-Albrecht-Haus. In dessen Umfeld gibt es Parkmöglichkeiten.

 

 

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